Zwitschern und Durcheinanderbringen

Twitter und Tumblr finde ich, was die Mechanismen zur Verbreitung von Beiträgen geht, sehr ähnlich. Aber Twitter ist gegenüber Tumblr eher ein Kurznachrichtendienst, während Tumblr mehr Gestaltungsraum bietet. Mir gefällt, dass bei Tumblr klar zwischen Posts und Tags unterschieden wird. Bei Twitter gibt es Möglichkeiten, den Spielraum etwas zu vergrößern: Durch die Einbettung von externen Inhalten (Fotos, Videos, Slideshare-Präsentationen) oder durch Bilden einer Kette aus mehreren Tweets.

Twitter eignet sich gut zur Begleitung und Kommentierung von Veranstaltungen, da es gut mit einem mobilen Endgerät zu benutzen ist. Es gibt gute Dienste, um Tweets zu planen oder Twitterwalls zu generieren. Interessant finde ich auch Twitterbots und Twitter als Teil des Internet of Things – da gab’s doch mal eine twitternde Kaffeemaschine. Durch Zufall bin ich vor einiger Zeit auf einen Artikel gestoßen, in dem es darum geht, Twitter für das Monitoring von Prozessen einzusetzen – wenn diese sich über mehrere Firmenorte erstrecken. 

WordPress bleibt mein Favorit: aufgrund der Gestaltungsmöglichkeiten als Redaktionssystem, weil es gleichzeitig ein eigenes soziales Netzwerk bildet – auch für gemeinsam betriebene Blogs – und weil es viele Verbindungsmöglichkeiten zu anderen Web 2.0-Plattformen gibt: Facebook, Delicious, Twitter

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Buch mit vielen Gesichtern

Die maßgeblichen Kritikpunkte gegenüber Facebook sind hinlänglich bekannt. Weil es so weit verbreitet es – und so einfach zu handhaben -, finden sich weiterhin neue Mitglieder. 

Ich möchte kurz etwas zu den Begriffen „Soziales Netzwerk“ und „Web 2.0“ sagen: Facebook gilt aufgrund seiner Verbreitung als das Soziale Netzwerk schlechthin. Aber es tendiert nahezu zu einem geschlossenen Ökosystem. Daher verkörpert es meiner Meinung nach nur einen Teil dessen, was wir unter „Web 2.0“ verstehen: Wikis beispielsweise stellen offene Beteiligungsarchitekturen dar. 

Im April habe ich mit mehreren siebten Klassen über deren Internetnutzung gesprochen: Darunter waren einige Schüler, die nicht bei Facebook angemeldet sind. Wenige waren auf Twitter aktiv und sehr wenige auf YouTube.

Viele Facebook-Präsenzen von (eher kleinen) Bibliotheken finde ich sympathisch, aber deren Beiträge sehr vorhersehbar: Wir wünschen Euch eine schöne Woche! / Wir haben Shades of Grey im Angebot! / Süße Kätzchen! / Wir wünschen Euch ein schönes Wochenende! Außerdem findet man viele UR-Verstöße (persönliche Notiz: mögliches Jurastudium ins Auge fassen).

drei Beispiele für die Nutzung von Facebook:

auf neue E-Books hinweisen: Bibliothek des Fachbereichs Chemie / Universität Hamburg

https://www.facebook.com/pages/Bibliothek-des-Fachbereichs-Chemie/139210466151727

auf Schulungen, auch zur Literaturverwaltung- und Nutzung, hinweisen: Bibliothek der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg

https://www.facebook.com/pages/Bibliothek-der-Medizinischen-Fakultät-Mannheim-der-Universität-Heidelberg/49129009500

englischsprachige / mehrsprachige Beiträge für spezielle (oder breitere) Nutzerkreise: Bibliothek des Deutsch-Amerikanischen Instituts Heidelberg

https://www.facebook.com/dailibrary

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Welten bauen, die Seele erbauen

Das Bauen von erdachten Welten hat, ebenso wie das Internet, viel mit unserer realen Welt zu tun: Nicht nur sind die Inhalte unseres Bewusstseins mit unserer Existenz im Strom der kulturellen Überlieferung verflochten, sondern auch von unseren Ängsten, Träumen und Wünschen bestimmt.

Weltenbauen stellt eine produktive Form der Rezeption von Kultur dar, schult – im Idealfall – ebenso die Schreibfertigkeit wie das Vorstellungsvermögen. Vielleicht ist dies ein Beispiel dafür, dass die Nutzung des Internets, ähnlich wie beim Social reading, nicht unbedingt als Bedrohung des Lesens und Schreibens angesehen werden muss.

FanfictionKategorien

Kategorien bei Fanfiktion.de

Spannend finde ich, dass es nicht nur um das Fortschreiben der fiktionalen Welten der Literatur, sondern auch anderer kultureller Ausdrucksformen – Film oder Spiel – geht. Heute manifestiert sich der Homo ludens auch im Live-Rollenspiel oder Cosplay. Neue Medien spielen dabei unter anderem dann eine wichtige Rolle, wenn es beispielsweise um das Filmen, Schneiden und Hochladen gespielter Szenen geht – und die erstellten Videos ihre Betrachter zum Nachmachen und Neuschaffen anregen.

Wichtig ist meiner Meinung nach, auch andere Formen der produktiven Rezeption zu beachten: Wikis bieten die Möglichkeit, auch von Fans erstellte Bilder, Fotos oder Videos, vielleicht sogar digitale Medien, aufzunehmen.

Fanfiction

Beiträge bei Fanfiktion.de

Zwei interessante Details: Bei Fanfiktion.de gibt es als Genre auch sogenannte Crossover, bei der Figuren aus verschiedenen Welten zusammentreffen oder sich diese Welten überlappen. Die Plattform bietet auch ein Programm zum Download an, mit dem Kindern nur das Aufrufen der Inhalte ermöglicht wird, die für ihre Altersgruppe empfohlen sind.

Interessant sind auch kollektive Schreibexperimente, bei der ein Text von vielen Autoren und in mehreren Handlungssträngen, über assoziative Brücken oder völlig zufällig fortgeführt wird.

An unserer Bibliothek gibt es einige junge Leser, die sich schreibend, malend oder zeichnend mit erdachten Welten auseinandersetzen. Schön wäre, für diese eine Schreibwerkstatt – oder (Phantasie-)Weltenwerkstatt – anbieten zu können. Dafür können dann eine oder mehrere Plattformen im Internet zur Präsentation der Ergebnisse genutzt werden. Eine Schreibwerkstatt bietet einen geschützten Raum, um sich auszutauschen, zu üben und an Entwürfen feilen zu können, vielleicht auch unter professioneller Anleitung, bevor etwas in die Öffentlichkeit entlassen wird. Gerne möchte ich junge Menschen bei ihren Experimenten begleiten.

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Geograph Worldwide

Geograph is a concept and open source code for a online website to create a comprehensive collection of photographs capturing every part of given region.“

Carl Bialik: Geograph’s Quixotic Effort To Get Photos Of Every Square Kilometer Of Great Britain And Ireland

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Let’s play Flechtfrisur

Schon aufgrund der Anzahl der Suchtreffer gewinnt YouTube gegenüber dem OPAC. Qualitativ sind Videos mit praktischen Anleitungen schon aufgrund der Darbietungsform sehr gut zur Beantwortung der Anfrage geeignet. Auch ich nutze YouTube sehr intensiv, besonders um Hintergrundwissen und Tipps zum Thema Internet zu erhalten.

FrisurOpac

Schlagworte im OPAC

Kleine Notiz zu kommerziellen Informationsquellen: Selbstverständlich sollte man bei Recherche-Schulungen auf die Problematik von kommerziell betriebenen Internetseiten hinweisen. Aber gerade offizielle Internetseiten von Autoren enthalten gleichermaßen Informationen aus erster Hand, wie sie auf kommerziellen Erfolg abzielen.

FlechtfrisurenSuche

automatisch generierte Vorschläge in YouTube

Bei YouTube ist es komplizierter: Es gibt öffentliche Firmenauftritte, die als solche gekennzeichnet sind, aber auch die sogenannten Partnerkanäle – die bei Suchanfragen wahrscheinlich höher gerankt werden: Google hat YouTube gekauft! Viele YouTuber stellen wahrscheinlich ein Produkt oder eine Produktreihe auch deshalb in den Vordergrund, weil sie ernsthaft von dessen Qualität überzeugt sind.

YouTube ist eine wichtige Plattform zum Anbieten von freien Bildungsressourcen (OERs), beispielsweise OpenCourseWare oder MOOCs.

Vielen Nutzern geht es wahrscheinlich nicht primär um Informationen vom Fachmann, sondern um einen guten Tipp, der ihnen weiterhilft. Jüngere Nutzer schätzen bestimmt die direkte Ansprache von Videomachern in ihrem Alter. Über die Nutzung von YouTube durch Kinder und Jugendliche hat das Medialiteracylab mit Karsten D. Wolf gesprochen:

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Plauderei über Bilder

Sehr schön sind Präsentationen mit wenig, aber präzisem Text und Bildern, die zum Verständnis des jeweiligen Themas beitragen und zu eigenen Gedanken anregen. Daher habe ich mir den Arbeitsauftrag gegeben, zum Thema „Warum digital archivieren?“ thematische Stichpunkte zu finden und zu jedem ein passendes Foto mit möglichst wenig Text zu kombinieren.

Eine kleine Plauderei über Bilder: Manchmal sind gerade die Fotos spannend, welche auf dem ersten Blick misslangen. In einen anderen Kontext gestellt, treten im Auge des Betrachters besondere Aspekte an ihnen hervor. Manche Bilder haben einen besonderen Charme, manche regen zu eigenen Assoziationen an.

Vergilbtes Meer

Ein vergilbtes Foto aus einem wunderbaren Urlaub in der Kindheit

Als ich noch ein kleiner Chrissie war, nahm ich einen analogen Fotoapparat mit auf Klassenfahrt. Wahrscheinlich war die Filmspule nicht richtig eingelegt worden, sodass sich einige der Fotos überlagerten. Natürlich war ich im ersten Moment nach dem Entwickeln unglücklich, aber heute faszinieren mich die unbeabsichtigt entstandenen Collagen. Manche lassen mich an die Vielschichtigkeit unserer Erinnerung denken, auch an die unwillkürlichen Seiten unseres Bewusstseins.

WerWannWo

Erinnerungen: Palimpseste der Seele

Auf dem Film gab es bereits einige wenige Fotos, die meine Schwester zuvor mit ihrer Freundin gemacht hat. Durch Mehrfachbelichtung entstanden so spannende Gespensterfotos, an denen jeweils mindestens zwei Personen als Knipser beteiligt waren. Die Fotos hebe ich immer noch bei mir auf.

Leider lässt sich eine Prezi nicht direkt einbetten, da der Dienst WordPress.com kein Einbetten via iframe erlaubt. Es lassen sich daher zum Beispiel auch keine interaktiven Karten einbinden. Wichtig sind daher Shortcodes, wie  sie von SlideShare oder dem Internet Archive angeboten werden.

Manchmal funktioniert das Einbetten über Twitter, aber beim Twittern einer Prezi erscheint nur eine Vorschau, keine interaktive Einbettung wie zum Beispiel bei YouTube-Videos oder SlideShare-Präsentationen. Ein möglicher Umweg ist das Exportieren einer Prezi als pdf-Dokument, welches dann in SlideShare eingestellt und schließlich eingebettet werden kann.

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Internet Archive Viewer in WordPress.com einbetten

Das Internet Archive bietet nun einen Shortcode an, um den hauseigenen Viewer in Blogs einzubetten, die unter der Domain …wordpress.com gehostet werden!!!

Embed IA WP

Vortrag von Daniel Reetz auf der Personal Digital Archiving-Konferenz 2011:

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